Wir über uns

Eisstockschiessen gibt es in Bad Nauheim seit 1948.

Richard Wiener hatte während des Krieges in Österreich die in den Alpenländern
beliebte Sportart kennen gelernt und in die Heimat mitgebracht.

Da in der Nachkriegszeit der für die Region zuständige amerikanische Colonel Knight
- nach dem vor einiger Zeit die Eishalle benannt wurde - ein Eishockeyliebhaber war, entstand 1946/47 das Bad Nauheimer Eisstadion. Was also lag näher als einen Eisstockclub zu gründen und sich als eigenständige Abteilung dem nun bereits existierenden Eishockeyverein VfL Bad Nauheim anzuschließen.

Die Mitgliederzahl wuchs in den Jahren stetig und immer mehr Bad Nauheimer
Moarschaften nahmen am mittlerweile eingerichteten Ligenbetrieb und an vielen Privatturnieren teil.

Man schrieb das Jahr 1967 – und einige der jüngeren Eisstockschützen in der Kurstadt wollten sich „selbständig“ machen. So gründeten in diesem Jahr Horst Dolek, Karl Engel, Herbert Hartmann, Rudolf Rösel, Reinhold Schmidt, Willi Schnautz, Peter Simon, Viktor Umsonst, Willibald Walter, Karl Wetzker und Peter Wiener den Eisstockclub Eishoppers Bad Nauheim.

Nach und nach kamen Mitglieder aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der näheren und auch weiteren Umgebung dazu. Sportlich ging es rapide aufwärts. Der Ehrgeiz, es den „Alten“ beim VfL zu zeigen, war der Ansporn zu vielen Turnierteilnahmen, vor allen Dingen in Bayern. So richtig gelernt haben wir das Eisstockschiessen unter anderem in Eggstätt, Füssen, Gstadt, Lenggries, München, Rosenheim, Regen und Zwiesel, um nur einige Orte zu nennen. Auch wenn wir dort meistens nur Prügelknaben waren, so hatten wir doch die Erfahrung gesammelt, die uns später zugute kommen sollte. Bei hessischen Meisterschafts- und Pokalwettbewerben belegten wir fortan erste Plätze, die zur Teilnahmen an nationalen Meisterschaften berechtigten.

Die größten sportlichen Erfolge erreichten wir Ende der siebziger/Anfang der achtziger Jahre. Mit bis zu drei Moarschaften in der obersten Spielklasse vertreten, wurden wir mehrmals Sieger dieser Punkterunde, zweimal sogar gleichzeitig Meister und Vizemeister. Auch bei den parallel ausgetragenen Einzelwettbewerben stellten die Eishoppers öfter den Titelträger.
Mit zunehmenden Verpflichtungen im Beruf oder dem eigenen Geschäft mussten dann die sportlichen Aktivitäten zurück stehen. Die Fahrten zu Wettbewerben ins Ausland wie zum Beispiel nach Esternberg und Leoben in Österreich oder nach Olten, Solothurn und Wetzikon in der Schweiz fielen diesen Umständen zum Opfer.

Zwar nahmen wir regelmäßig an Meisterschaften und Privatturnieren teil, das kameradschaftliche Miteinander stand jedoch über dem sportlichen Erfolg. So war der Abstieg der in der Bundesliga verbliebenen Mannschaft die logische Folge, wir spielten - von wenigen Ausnahmen abgesehen- auch in der Oberliga eine eher untergeordnete Rolle. Ende der neunziger Jahre schlossen sich neben Annerose Fauerbach noch einige Damen unserem Verein an, es begann so langsam eine recht erfolgreiche Zeit bei besuchten Mixedturnieren unter anderem in Lauterbach und Frankfurt.
Nach einer längeren „sportlichen Durststrecke“ erlebten wir dann bei den Herren in 2006 eine Renaissance. Über den Gewinn der hessischen Oberliga kamen wir wieder in die Bundesliga Region West und haben uns dort in der Zwischenzeit etabliert. Auch bei den hessischen Pokalwettbewerben erreichten wir in den vergangenen Jahren vordere Plätze, Krönung der Gewinn des Hessenpokals im März 2007.

Durch die damit - und auch in der Vergangenheit - verbundene Teilnahme an nationalen Wettbewerben sind wir über die Grenzen Hessens hinaus in der Eisstock-Szene bekannt. Hierzu trägt sicherlich auch unser traditionelles, alljährlich ausgetragenes Turnier um den Vier-Hasen-Cup bei. Im November 2015 fand dieser Wettbewerb zum 48. Male mit Rekordbeteiligung statt, 6 Damen- und 22 Herrenteams waren bei uns in Bad Nauheim am Start.

Bei den in Verbindung mit dem HEV und DESV durchgeführten verschiedenen Ausrichtungen von Verbandsturnieren und Meisterschaften - unvergessen hier die Ausrichtung der Deutschen Mixed-Meisterschaft im Februar 2013 - konnten wir uns auch auf diesem Gebiet einen hervorragenden Ruf erwerben. Mehrere Firmenveranstaltungen/ Gästeschiessen pro Saison im Bad Nauheimer Eisstadion runden unsere Austragungen ab.

Erwähnenswert an dieser Stelle auch unser Engagement in Bezug auf den deutsch/
österreichischen Bäder-Cup. Seit seiner Erstaustragung im Jahre 1990 in Bad Füssing haben wir (nur Bad Wörishofen kann auf eine ebenso makellose Bilanz verweisen) an allen 26 Veranstaltungen nicht nur teilgenommen, sondern den 5. sowie den 20. Bäder-Cup mit ansprechendem Rahmenprogramm erfolgreich in Bad Nauheim ausgerichtet.

Leider verloren wir im Laufe der langjährigen Vereinsgeschichte verdiente Mitglieder durch viel zu frühen Tod. Wir erinnern uns immer wieder gerne an unsere Freunde Reinhold Schmidt, Willi Umsonst, Herbert Hartmann, Wolfgang Schröder, Horst Dolek, Joh.Jos.Hoppelshäuser, Viktor Umsonst, Theo Hof, Willi Schnautz sowie viele andere, den Eishoppers langjährig verbundene, Sportkollegen.

Im Jahr 2012 konnten wir fünf neue Mitglieder begrüßen, im Jahr 2014 waren es vier neue Mitspieler, davon 2 Damen, sodass sich mittlerweile - und auch recht erfolgreich -
eine Damenmannschaft ebenfalls in der Bundesliga etabliert hat. Weiteren Aufschwung erlebten wir mit dem Beitritt von 4 Spielern des REC Heppenheim, die sich uns im Oktober 2015 anschlossen.

Derzeit hat der EC Eishoppers Bad Nauheim 31 aktive und passive Mitglieder, hiervon sind 8 Damen und 23 Herren. Aufgrund dieser Mitgliederzahl konnten wir unsere Beteiligungen an Privat- und Meisterschaftsturnieren auf 45-50 Teilnahmen pro Jahr steigern.

Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsleben war im Herbst 2015 der Bau von zwei neuen Verbundpflaster-Sommerstockbahnen im Gelände des Sportplatz BN-Rödgen, diese werden ab Frühjahr 2016 genutzt.